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Heroin Richtung Kopf oder in Richtung Herz ballern?

15. November 2006

Natürlich muss man sich „fettig Topic“ ausdenken damit dem geneigten Autor auch die Leser auf den Leim gehen… Ich habe eine Weile überlegt und glaubte unter dieser Überschrift endlich ein paar „best of“ Drogen-Forum Posts zu besten geben zu können. Ich hoffe ich kann damit Lust auf mehr machen.

Koks-Thread:
A: „ich selbst habe mir jedenfalls mal auf Crack und Base eine stunde lang im Gesicht Pickel ausgegedrückt, die eigentlich keine richtigen waren.
Sah´nicht gut aus danach (hab´das seitdem auch nie wieder versucht, also das imaginäre Pickelausdrücken).
Kann mir also denken, dass sich Leute, so wie der Typ auf dem Pic, so übel verunstalten können. Plus wenn da keine grosse Hygiene mehr herrscht und die Freaks sich das angewöhnen wie das Fingenägelkauen, dann gibt es auch schnell Entzündungen.“

B: „LOL! Habe es selbst nicht erlebt…aber habe es im mittelschweren Fall bei einem Freund gesehen… Ist genauso wie beschrieben… Er sah und fühlte überall (hauptsächlich Arme und Gesicht) irgenwelche kribbelgefühle, die so überwältigent angsterfüllt waren, dass er sich aufschnitt um es zu entfernen…“

Heroin-Thread:
A: „Nein, dies war keine Bloedelfrage!“
B: „Es ist ja meistens so das sich der/ die Konsumentin die Pumpe in Richtung des Kopfes drueckt.
Gilt aber nur für die Halsvene jetzt.
C: „Dies macht aber die Venenklappen kaputt, denn man muss ja immer in Richtung des Herzens spritzen.
Zumindest arbeiten die Venenklappen so richtig.“

Heroin-Entzug-Thread:
A:
„Meine Überlegung: Wäre es möglich den Entzug in leicht abgewandelter Form auch daheim durchzuführen? Insbesondere wenn keine starke körperliche Abhängigkeit vorliegt und nur moderate Dosen konsumiert wurden. In meiner laienhaften Vorstellung stelle ich mir eine mögliche Vorgehensweise etwa folgendermaßen vor:

In 20 Tropfen Tili sind ja 4 mg Naloxon. Zur Behandlung einer Opioid-Intoxikation sind 0,4 – 2 mg üblich. D.h. man könnte etwa 4 Tropfen Tili (~0.15ml, 0.8mg Naloxon) in 1-2 ml gereinigtes Wasser geben, das ganze irgendwie steril kriegen und aufziehen.
Zuvor wäre es wohl ratsam mit ausreichend zeitlichem Abstand ein Antiemetikum einzunehmen, nicht das man sich hinterher ärgert weil man an der eigenen Kotze erstickt ist. Ausserdem vllt. was gegen Durchfall. Loperamid dürfte in dem Zusammenhang nichts bringen schätze ich.
Weiter würde man dann alles zur Injektion vorbereiten und ausserdem ein Glas Blutorangensaftschorle mit 3.5ml GBL bereitstellen. Dann das Glas auf ex leeren, unter Zeitdruck die Lösung injizieren und sich hinlegen. Da das Naloxon nur etwa eine Stunde wirkt sollte das GBL Koma lang genug sein. Da das Ganze viel kürzer ist als die Behandlung in der Klinik müsste man es wohl mehrfach durchführen um den selben Effekt zu erzielen.
Einige Fragen:
1. Welche Risiken hätte man bei dem Verfahren?
2. In den Tili-Tropfen sind ausser Wasser auch Natriumbenzoat (E211) und Salzsäure (25%) enthalten. Ist es irgendwie problematisch das zu injizieren wenn es 1:10 verdünnt ist?
3. Wie kriegt man die Lösung steril?
4. Könnte man das Ganze auch subkutan injizieren? Wie viel länger wäre dabei die Naloxonwirkung?“

B:
„Eine hochriskante und haarsträubende Angelegenheit.
1. tropfen injizieren = nicht gut.
2. man müsste sich den kram im prinzip direkt in dem moment injizieren, bevor man ins koma fällt. afaik werden durch opiat-entzug doch hohe menge adrenalin ausgeschüttet, woher auch die schlaflosigkeit rührt. kann gut sein, dass das koma somit unterbunden wird.
3. die dosierung dürfte bei beiden substanzen und unter berücksichtigung der umstände unter 2. ein spiel mit dem feuer sein.
4. das problem des an-der-eigenen-kotze-ersticken dürfte in der tat ein sehr realistisches sein, falls man es tatsächlich „schafft“, ins gbl-koma zu fallen.
5. wie du schon sagtest, das gbl-koma dauert länger als die naloxonwirkung. falls du den „entzug im koma“ überlebst, stirbst du danach vermutlich an einer atemdepression.“

C:
„Ja super, es gibt ja auch noch nicht gbl-tote in letzter zeit… opiate u. gbl in koma-dosis und das alles nicht unter ärztlicher aufsicht – super idee…
man könnte echt langsam glauben dass gbl den leuten auch die letzten gehirnzellen noch wegätzt“

Eine Erlebnissbericht:
Keine Ascorbinsäure? Egal HCL!

H E R O I N M I T R A U C H E N D E R H C L

Mam kann in der Wahl der Säure zum Lösen von Heroinbase auch zu weit gehen.
Es war absolut nicht der beste Zeitpunkt, krank zu werden. Verschiedene Geschäfte waren in verkehrte Richtungen gelaufen und die Luft der Umgebung schwang förmlich von Lebensgefahr. Ich ging nie ohne meine FN Automatik aus dem Haus und war ich zuhause, lag das Teil durchgeladen und entsichert, griffbereit vor mir auf dem Wohnzimmertisch.
In dieser Lage wurde ich eines Morgens wach und musste, um zu mir zu kommen, die erste Heroininjektion des Tages zubereiten. Ich hatte die Ascorbinsäure ausgehen lassen und im ganzen Haus fand sich nichts sauer genug, Heroinbase zu lösen. Weder Essig noch Zitronensaft befand sich im Haus. In der Besenkammer, wo Werkzeug aufbewahrt wurde, stand eine Glasflasche mit rauchender Salzsäure.
Warum sollte man sein Heroin nicht auch mit rauchender Salzsäure aufkochen? Man müsste eben nur ganz wenig davon nehmen. Ich füllte eine kleine Soßenkelle mit etwas Wasser und tauchte die Spitze einer Stecknadel etwa einen Zentimeter tief in die Salzsäure. Ich ließ die Nadelspitze abtropfen und hielt sie dann in das Wasser in der Kelle. Das Wenig an Salzsäure das einen feinen Film an Nässe an der Spitze der Stecknadel formte, müsste zum Lösen des Heroins genügen. Es ging. Ich gab das Heroin in das angesäuerte Wasser und erwärmte es. Das Heroin löste sich einwandfrei.

Zum Einstechen wählte ich eine Vene am Bein, etwa eine Handbreit unter dem Knie. Ich drückte den Kolben der Spritze nieder. Im ersten Moment schien alles in Ordnung zu sein. Als ich aber die letzten 5 Zehntel Kubikzentimeter niederdrückte, begann mein Wadenbein zu brennen. Es brannte so sehr, dass ich aufschrie. Mit der anflutenden Wirkung des Heroins wich das Brennen so sehr in den Hintergrund, dass ich es kurz danach vergessen hatte. Ich ging zur Apotheke und holte ein Tütchen Ascorbinsäure.
Am Nachmittag dieses Tages fiel mir auf, dass aus dem Wadenbein in das ich injiziert hatte, Schweißperlen hervordrangen und an meinem Bein entlang zu Boden rollten. Am Abend dieses Tages hatte ich solches Fieber dass ich zu halluzinieren begann. Mein Bein war angeschwollen und schmerzte immer mehr. Am nächsten Tag konnte ich nicht mehr auftreten und musste auf einem Bein zur Toilette hüpfen. Das Fieber hielt noch stets an.
Am zweiten Tag nach der Salzsäureinjektion konnte ich nicht mehr laufen. Mein Bein schmerzte so sehr, dass noch nicht mal Heroin in der Lage war, die Schmerzen zu unterdrücken. Gegen Abend erreichte mich ein Telefonanruf. Meine Anwesenheit in der Stadt war gefordert und ich konnte mir auf keinen Fall leisten, nicht zu erscheinen…-
Ich breitete einige alte Zeitungen auf den Boden und stellte mein schmerzendes Bein darauf. Danach injizierte ich kleine Spritzer Kokainlösung um die Einstichstelle der Salzsäureinjektion. Ich nahm ein Skalpell und machte einen kreuzförmigen Einschnitt. Ein Gemisch aus Blut und Wasser kam hervorgequollen. Danach massierte ich mein Bein von unten her in Richtung der Schnittstelle. Immer noch mehr Blut und Wasser kamen hervor. Mit einem Male stoppte der Fluss und etwas Schwarzes erschien an der geschnittenen Öffnung. Ich ergriff es mit den Fingernägeln und zog daran. Es kribbelte, als ich ein Stück Beinvene von etwa 25 Zentimetern aus der Wunde zog. Ich musste das Stück Vene nicht abtrennen. Es hing nirgendwo mehr fest und seine Verbindung zum Rest der Vene war wohl von der Salzsäure weg gefressen worden. Ich klebte ein Stück Pflaster auf die Schnittstelle und stand auf. Der Schmerz war wie weggeblasen. Ich konnte wieder stehen, laufen springen und so fuhr ich in die Stadt….-
Die Stelle an meinem Bein heilte rasch. Heute ist davon nur noch eine kleine rundliche Narbe zu sehen. Ich hatte nie auch nur die Geringsten Beschwerden von der überstandenen Operation.

taken from
INTRACEREBRAL
Die Morphinistenseite

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2 Kommentare

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  1. die salzsäure geschichte glaub ich nicht!


  2. Immer in Flussrichtung des Blutes ballern, wenns gerade mal geht….

    Tropfen injizieren nicht gut, trifft ja nicht unbedigt zu. Es kommt auf die Tropfen an. L-Polamidon Tropfen zB lassen sich gut ballern. Tilidin/N sollte man natürlich nicht ballern, weil Tilidin geballert nicht zur Wirkung kommt, es muss über die Leber laufen um zu Nortilidin verstoffwechselt zu werden, und nur Naloxon wirken würde, Eine Tilidin/N Injektion ist also eigentlich eine reine Naloxon Injektion.

    Klar, kannste deinen Heroinentzug auch alleine zuhause absolvieren, wenn keine starke Abängigkeit vorliegt. Ich kenne Menschen die dasd regelmäßig tun. Nur darf man unterdessen halt nicht losrennen um sich was kaufen zu gehen.

    Heroin + HCL ist eine dumme Idee. Man sollte es sein lassen. Ich habe die Narbe davon heute noch….-
    Karlos. Morphinistenseite.com


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